Querprofildetektion


Nicht selten werden ältere Papiermaschinen durch Einsatz einer modernen Leim-/Filmpresse modernisiert, um so die Produktionsgeschwindigkeit steigern zu können.
Allerdings steigt dabei häufig auch das Schadensrisiko bei Papierbahnabrissen: Kommt es infolge eines unkontrollierten Abrisses zu Papierstau und nachfolgendem Papierwickler, können die Folgeschäden an Auftragswalzen oder weiteren mechanischen Einrichtungen wie Rollrakeln immens sein.

Daher werden an die Abrisserfassung höchste Anforderungen gestellt: schnellstmögliche Erkennung eines Abrisses, um das Schnellschlagmesser, das ein integraler Bestandteil der Filmpresse ist, rechtzeitig zu aktivieren und höchste Verfügbarkeit trotz der besonders hohen Umfeldbelastungen durch Chemikalien, Temperaturen, etc.

Kein Fall für Mc Standard!
Da die Papierbahn an den unterschiedlichsten Stellen zu reißen beginnen kann, ist eine Einzeldetektion nicht ausreichend, da der Abriss dort oft (zu) spät oder unter Umständen gar nicht detektiert werden kann und in Folge das Schnellschlagmesser zu spät aktiviert würde.

Bei der Hamburger Papierfabrik in Pitten wurde für die neue Filmpresse ein umfassendes Sicherungskonzept durch Überwachung über die gesamte Papierbahnbreite realisiert: 6 über die Maschinenbreite verteilte und im Abstand von 0,5-1m zur Papierbahn montierte, faseroptische Hochleistungssensoren halten den härtesten Umfeldbelastungen stand und decken mit ihrem unfokussierten Lichtstrahl weiteste Bereiche der Papierbahn ab. Deren Ausgangsinformationen (Papier vorhanden/nicht vorhanden) werden im PLS/SPS sinnvoll logisch verknüpft (Ausfallstrategie).
Und schließlich erlaubt das analoge Ausgangssignal (4-20mA) eine Trendverfolgung (Intensität/Verschmutzung) und ermöglicht mit zunehmenden Erfahrungswerten das Timing bzw. die Größe der zu detektierenden Papierlücken noch zu optimieren.